Da in der Saison der erste Platz knapp verfehlt wurde musste die Gemünder Zweitvertretung in die Verlängerung. So hieß es am letzen Wochenende nochmal alles geben und die zwei entscheidenen Spiele zu gewinnen.
Los ging es am Freitag mit dem Auswärtsspil gegen Neptun Aachen. Damit die Mannschaft entspannt und mit großem Anhang anreisen konnte, wurde von Seiten des Vereins ein Bus gemietet. Dieses Angebot wurde auch dankend angenommen.
Das erste Spiel begann sehr nervös. Viele Flüchtigkeitsfehler schlichen sich ein und man fand noch nicht zum gewohnten Rythmus. Dem Gegner ging es in der Phase allerdings auch nicht viel besser und so plätscherte das Spiel etwas vor sich her. Der Satz konnte dennoch mit 25:23 gewonnen werden.
Dies sollte eigentlich Sicherheit ins Spiel bringen. Doch das Gegenteil war der Fall. Durch die hohe Eigenfehlerquote baute man die Aachener auf. Es war wie verhext. Das Gemünder Aufbauspiel war völlig zerfahren. Vereinzelt klappten die Angriffe, aber der Gegner nutzte die Phase gnadenlos aus. Mit 25:14 ging der Satz deutlich verloren.
Mit diesem Warnschuß ging es in den dritten Satz. Doch anstatt aufzuwachen waren es weiter die Aachener, die Ihr Spiel durchzogen. Vor allem der Block auf Gemünder Seite bekam die gegnerischen Angriffe nicht in den Griff. Auf Grund der schlechten Annahme konnte gleichzeitig der starke Gemünder Mittelangriff viel zu wenig eingesetzt werden. Die Folge war der erneute Satzverlust mit 25:15.
Nun musste der vierte Satz die Wende bringen. Es erfolgte eine Umstellung. Dominik Ströher wurde nun über den Außenangrif, Sebastian Schneider für die Mitte eingesetzt. Auch die fesselnde Ansprache von Trainer "Jones" Decker brachte neue Motivation ins Team. Auf einmal lief es. Durch den Kampf kamen die Gemünder zurück ins Spiel. Die Aachener waren wohl etwas überrascht von der plötzlichen Gegenwehr und fanden kein Mittel um sich deutlich abzusetzten. Der Satz ging knapp aber verdient mit 25:23 an die Gemünder.
Der Tiebreak musste nun die Entscheidung erzwingen. Aber diesmal ließen die Gemünder nichts anbrennen. Souverän klappte auf einmal der Spielaufbau und ein Punkt nach dem anderen wurde eingefahren. Man konnte sich bis zum Seitenwechsel absetzten und danach kam von Aachener Seite nicht mehr viel. Somit ging der Satz mit 15:7 an die Gemünder und damit konnte man sich mit einem 3:2 Sieg weiter Hofnungen auf den Aufstieg machen. Die Entscheidung musste nun also am Sonntag fallen.
Am Sonntag hieß der Gegner Eilendorfer TV. Auf dem Papier waren wir die leicht favorisiertere Mannschaft. Aber das hieß noch gar nichts. Zur Unterstützung waren etliche Fans in die Gemünder Halle gekommen und verwandelten diese in einen Hexenkessel.
Wir hatten uns diesmal einen besseren Start vorgenommen. Und dies klappte auch im großen und ganzen. Wenn wir nicht mal wieder so viele Eigenfehler produziert hätten, wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen. Der Aufbau klappte einigermaßen und die Angreifer kamen gut durch. So hieß es am Ende 25:22 für Gemünd.
Der zweite Satz war dann mal wieder ein Spiegelbild der Saison. Trotz Führung und deutlicher Überlegenheit hielt man den Gegner mit verschlagenen Aufschlägen und einer Reihe von Angriffsfehlern im Spiel. Der bedankte sich artig dafür und klaute den Gemündern den Satz mit 28:26.
Im dritten Satz hatte Marcel Coen seinen großen Auftritt. Unser Aufgabenspezialist schlug einen Sprungaufschlag nach dem anderen auf die gegnerische Hälfte und überforderte die Annahme sichtlich. Erst beim Stand von 10:0 schafften die Eilendorfer den Ball mal wieder aufzubauen und einen Punkt zu machen. Man machte wohl den Fehler und ruhte sich zu sehr auf dem Vorsprung aus. Man machte nur noch das nötigste was dem Trainier gar nicht gefiehl. Gegen Ende klappte es dann wieder besser und man ließ nichts anbrennen und gewann mit 25:18
Der vierte Satz konnte jetzt die Entscheidung bringen. 25 Punkte war man vom Aufstieg entfernt. Aber irgendwie wäre dies ja zu einfach gewesen. Man wollte den Zuschauern ja was bieten ;-)
Man schaffte es einfach nicht so gut wie im dritten Satz einfach das Spiel nach Hause zu bringen. Das einzige was Eilendorf zu der Phase über Wasser hielt waren die guten Aufschläge des erfahrenen Stellers und der Außenangriff. Aber dies reichte wohl um die Gemünder in die Verlängerung zu zwingen.
Jetzt musste erneut die Entscheidung im fünften Satz fallen. Es wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe. Immer abwechselnd wurde gepunktet. Keiner konnte sich absetzten. Wer jetzt den entscheidenen Fehler machte war der Verlierer. Beim Stand von 8:7 für die Gemünder wurde die Seite gewechselt. Und nun hatten wohl einige ihre Nerven nicht mehr im Griff. Es wurde eine rote Karte verteilt. Nach kurzer Verwirrung die Aufklärung. Der Steller von Eilendorf hatte den Schiedsrichter wohl beleidigt nachdem die Entscheidung zum 8:7 wohl nicht ganz so nach seinem Empfinden war. Dies traf die Eilendorfe jetzt natürlich an der empfindlichsten Stelle. Ohne Steller war das Aufbauspiel zu ungenau. Die Gemünder nutzen dies aus und ließen nur noch einen Punkt des Gegners zu. Der Satz wurde mit 15:8 und somit das entscheidene Spiel auch mit 3:2 gewonnen. Der Jubel in der Halle war natürlich riesengroß. Wir haben es wieder geschafft. Zum zweiten mal hintereinander den Aufstieg in die höhere Liga. Im nächsten Jahr spielen wir also in der Landesliga und freuen uns auf neue Herausforderungen. Somit krönen wir eine geniale Saison in der wir zusätzlich auch noch Kreispokalsieger geholt haben.
An dieser Stelle sei im Namen der kompletten Manschaft ein großes Dankeschön für die Unterstützung während der Saison gesagt. Weiter möchten wir uns auch bei unserem Steller Marcel Coen verabschieden ohne den wir heute nicht in der Landesliga stehen würden. Danke für die schöne Zeit und alles Gute in deiner neuen sportlichen und beruflichen Heimat.Last but not least ein großer Dank an unseren Trainer Wolfgang "Jones" Decker der sich Woche für Woche mit uns trainiert und den wir die letzten Spiele reichlich Nerven gekostet haben;-)